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Was brummt den da ...

Die Hummel

Erd-Hummel
Erd-Hummel

Tag täglich sehe ich in Verbindung mit meinem Beruf, viele kleine fliegenden Helfer: Vorwiegend Bienen und Hummeln. Da ich es zurzeit sehr wichtig und interessant finde mehr über die gelben "Brummer" zu erfahren - beschäftige ich mich heute mit der Hummel.

 

Eine Hummel, ein kleines, ziemlich flauschiges, gelb- schwarzes Insekt. In der Botanik ist die Hummel unter Bombus bekannt und gehört in die Kategorie "Echte Bienen" (staatenbildender Insekten). Sie leben, von der Weltkarte betrachtet, eher mehr in einer kühleren Region - also in der Nordhalbkugel. Es gibt bis dato ca 250 Hummelarten - einige bei uns in Europa aber sehr viele leben auch über 1000 Meter Seehöhe meist in Indien oder Australien.

 

Ein Volk weißt ca. 60 - 700 Tiere auf und eine einzige Königin ( wie bei den Bienen). Ein Hummelvolk lebt in Europa im Durchschnitt einen warmen Sommer lang und sterben im September oder Oktober. Die einzigen die bei uns über den Winter kommen sind die jungen Königinnen - sie überwintern bis zu 7 -8 Monate und bauen im Frühjahr erneut ein Nest und bilden somit einen neuen Hummelstaat.

 

Königinnen können bis zu 12 Monate alt werden - Arbeiterinnen und Drohnen leider nur 1 Monat.

 

Honigbienen fliegen erst ab einer Mindesttemperatur von 10° Grad um den Garten, Hummeln hingegen arbeiten schon ab 2°- 6° Grad. Da die Hummeln den Vorteil haben, sich durch ihre eigene Vibration (das Brummen ;)) selbst zu wärmen und so die Körpertemperatur der Aussentemperatur engegen wirken können.

 

Seit den 80er Jahren werden Hummelvölker für Anbau von Obst oder Gemüse wirtschaftlich eingesetzt. Weltweit werden pro Jahr Millionen an Hummelstaaten ( Dunkle Erdhummeln) künstlich aufgezogen und versendet oder verkauft. Hummeln sind die wichtigsten Bestäuber im Tomatenanbau.

Körperbau

  • rundlich, ovaler sehr kräftiger Körper
  • gegliedert in 3 Abschnitten (Kopf | Thorax | Abdomen)
  • Hummeln sind sehr pelzig und haben sehr viele Haare um sich von der Kälte zu schützen
  • mehrfarbig gestreift, meist gelb- schwarz (Acker- und Steinhummel
  • Dunkle Erdhummel und die Gartenhummel haben häufig eine weiße Hinterleibsspitze
  • Sollte es euch vielleicht aufgefallen sein, haben die gelben Flitzer am Kopf wenig bis keine Jahre - das kommt davon wenn das Eingangsloch zum Nest sehr eng ist. Daher verliert sie beim ein- und ausfliegen stets kleine Haare bis sie am Kopf keine mehr hat. 
  • Hummeln fressen mit einem Rüssel
  • haben 6 mehrgliedrige Beine und sind meist 8 - 21 mm groß - Flügelbreite von 20 - 35 mm
Stein-Hummel
Stein-Hummel

Hummelsterben

In den letzten Jahren hat man immer öfters tote Hummeln am Boden liegen sehen. Dies kommt laut wissenschaftlichen Erkenntnissen von einer Unterzuckerung der Hummeln.

 

Die Zuckerart "Mannose" ist für Bienen und Hummeln unverdaulich - daher kam der Verdacht das zum Beispiel Lindenblüten, diese diesen Zucker beinhalten - schuld an dem Insektensterben seien.

Doch das ist anscheinend nicht der Fall. Wie oben erwähnt mangelt es an Unterzucker - helfen kann man den kleinen Freunden mit einem kleinen Tropfen  Zuckerwasser. Diese Unterzuckerung kommt von den wenigen Nahrungsquellen in manchen Gebieten.

Öfters müssen die Hummeln soweit fliegen, das sie wenn sie das Ziel erreicht haben erschöpft sind. Meist ist am angeflogenen Ziel auch nichts mehr zu holen und so können sie sich nicht mehr stärken und fallen auf den Boden.

 

Das weit verbreitete Insektenvernichtungsmittel Neonicotinoide kann laut einer Studie bis zu 1/4 der Hummelbevölkerung vernichten. 

 

Daher seht bitte genau hin bei verschiedensten Pflanzenschutzmittel - damit auch wir einen kleinen Teil dazu beitragen können.

 

 

 

Bestäubung & Nahrung

  • gehören wie die Bienen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten
  • sie können, dank ihrer Temperaturempfindlichkeit viel länger auf Nahrungssuche gehen
  • Hummeln fliegen täglich ca 18 Stunden und bearbeiten 1000 Blüten für ihre Nahrung
  • sie fliegen kaum mehr als 2 verschiedene Blütenarten pro Flug an ( auch Obstbaumblüten werden von Hummeln bestäubt und Gemüsepflanzen)
  • fliegen auch bei Schlechtwetter
  • sind auch bei dünner Luft flugfähig ( bis zu 9000 Höhenmeter möglich)
  • Hummeln haben kein Zeitgedächtnis - das heißt sie können sich nicht wie Bienen an der Zeit orientieren. Den Bienen wissen sehr wohl ob dieser oder jener Baum um die und die Uhrzeit mehr oder weniger Nektar produziert. Hummeln fliegen auf gut Glück.

 

Wiesenhummel
Wiesenhummel

Mythos: Hummeln Beissen

Ich denke das sehr viele Menschen die Geschichte von der Hummel die "nur" beißen kann kennen. Das ist aber nicht so:

Hummeln haben wie Bienen einen (kleineren) Stechapparat - fürchtet sich die Hummel so dreht sie sich und zeigt ihrem "Gegner" den Bauch und ihren Stachel und brummt sehr laut. Sollte der Gegner immer noch nicht verstanden haben das er verschwinden sollte so fängt sie an noch lauter zu brummen und bewegt sich hin und her und kann dann auch wenn es hart auf hart kommt beißen/zwicken und stechen gleichzeitig.

Erd-Hummel
Erd-Hummel

Datenquelle:

Privatbüchern, Zeitschriften

https://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln#K%C3%B6rperbau


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